„Nur auf dem Pfad der Nacht erreicht man die Morgenröte.“

 „Nur auf dem Pfad der Nacht erreicht man die Morgenröte.“

Trauer ist nicht das Problem, Trauer ist die Lösung

Plötzlich steht sie vor uns, die Gewissheit - alles ist vergänglich, das Leben endlich. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann wir persönlich mit dieser Tatsache konfrontiert werden. Etwas geht zu Ende, ein geliebter Mensch stirbt, verlässt uns und hinterlässt eine schmerzhafte Lücke; unerwartet, oft zu früh, überwältigend. Aber wie damit umgehen? Wohin mit der Trauer in einer Gesellschaft, die vor solch existentiellen Erfahrungen und den damit verbundenen mächtigen Gefühlen zurückschreckt?

Ich habe am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, einen nahestehenden geliebten Menschen zu verlieren, und wie schwierig es ist, auch nach Monaten noch einen Raum zu finden für meine Trauer und Verlustgefühle. So kommt es, dass viele Menschen in einem Dauerzustand uneingestandener oder unausgedrückter Trauer leben. Tapfer und stoisch versuchen sie, über ihre Trauer hinwegzugehen und mit ihrem Leben und Alltag weiterzumachen, als gäbe es ihn nicht, diesen tiefen Lebenseinschnitt in ihrer Biographie.

Trauer hält sich nicht an Zeitpläne. Ihr Leid kommt in Wellen. Sie beugt sich auch keinen Regeln, gehorcht keinen Rezepten und sie hat kein Verfallsdatum. Trauer schwillt an, schlägt hoch, ebbt ab. Auslöser dafür gibt es viele. Eine kleine Geste, ein Erinnerungsfetzen, der leere Platz am Tisch…  So vergehen Tage, Wochen, Monate ohne Takt. Das macht mürbe und erschöpft.

Aus diesem müden und isolierten Zustand wieder ins Leben zurückzukommen ist ein Prozess des Loslassens und Neuwerdens. Der Begriff Prozess leitet sich ab vom lat. „processus“, was Fortgang, Fortschreiten meint. Es geht im Trauerprozess also nicht darum, die Trauer so schnell wie möglich loszuwerden, sondern darum, zu lernen, wie man mit dem Verlust und der Trauer im Leben weitergehen kann - und wie lange ein solcher Prozess dauert, ist sehr individuell.

Trauer ist also nicht das Problem, sondern ein Lösungsweg... wenn der Trauer auch Ausdruck gegeben werden darf. Trauernde brauchen einen Raum für Ihre Trauer und Menschen, die da sind und ihnen Stütze geben, damit sie das Tal durchschreiten können. Im Seelen-Raum dürfen Sie sich ausdrücken… Ich bin ganz bei und mit Ihnen und Ihrem Schmerz…

… entweder in einem Einzelgespräch
… oder im Austausch unter Gleichgesinnten im Gem-Einsam-Café
… oder beim Gestalten von Seelen-Karten
… oder in der Gruppe im Traueryoga

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